Aromastoffe und Aromen - BfR (2023)

Was sind Aromen und wozu werden sie eingesetzt?

Aromen sind Erzeugnisse, die Lebensmitteln zugesetzt werden, um ihnen einen besonderen Geruch und/oder Geschmack zu verleihen. Ein Aroma kann aus zahlreichen Aromastoffen, Aromaextrakten, thermisch gewonnenen Reaktionsaromen, Raucharomen und Aromavorstufen bestehen. Die meisten Aromen werden industriell bei der Lebensmittelherstellung eingesetzt, einige Aromen sind aber auch im Einzelhandel erhältlich, z.B. Backaromen wie Rum- oder Bittermandelaroma.

Aromastoffe sind chemisch definierte Stoffe mit Geschmack gebenden Eigenschaften (Aromaeigenschaften), die zur Herstellung von Aromen eingesetzt werden. Man unterscheidet natürliche, naturidentische und künstliche Aromastoffe. In der Natur hat man bislang rund 10000 Aromastoffe identifiziert, von denen etwa 2500 zur Herstellung von Aromen eingesetzt werden. Aromastoffe sind flüchtige chemische Verbindungen. Künstliche Aromastoffe wurden in Deutschland bisher als zulassungspflichtige Zusatzstoffe angesehen. Nach der nun gültigen europäischen Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 wird bei der Zulassung nicht mehr zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromastoffen unterschieden. Es gelten aber bei der Lebensmittelkennzeichnung besondere Anforderungen an die Verwendung des Begriffs „natürlich“.

Natürliche Aromastoffe werden mit physikalischen, enzymatischen oder mikrobiologischen Verfahren aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen hergestellt, z.B. durch Extraktion und Destillation. Beispiele: Vanillin aus Vanilleschoten und L-Menthol aus Pfefferminzpflanzen.

Naturidentische Aromastoffe werden chemisch (synthetisch) hergestellt und sind mit einem natürlichen Aromastoff chemisch gleich. Beispiele: Vanillin und L-Menthol.

Künstliche Aromastoffe werden durch chemische Synthese gewonnen und kommen in Lebensmitteln nicht natürlich vor. Beispiel: Ethylvanillin.

Aromaextrakte werden mit physikalischen, enzymatischen oder mikrobiologischen Verfahren entweder aus Lebensmitteln oder aus Stoffen pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ursprungs, die keine Lebensmittel sind, gewonnen. Es sind komplexe Stoffgemische, deren Zusammensetzung in Abhängigkeit der verwendeten Rohstoffe variieren kann.

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Beispiel: ätherische Öle wie Citrus-, Anis- oder Fenchelöl.

Reaktionsaromen werden durch kontrolliertes Erhitzen einer Mischung aus verschiedenen Zutaten gewonnen, die nicht unbedingt selbst Aromaeigenschaften besitzen. Wie beim Backen und Braten entstehen dabei Röstaromen. Wichtige Ausgangssubstanzen sind Stickstoff (z.B. aus Eiweißbausteinen) und ein reduzierender Zucker (z.B. Traubenzucker).

Raucharomen werden aus Rauch hergestellt, der bei den herkömmlichen Verfahren zum Räuchern von Lebensmitteln eingesetzt wird. Dazu werden bestimmte Hölzer unter kontrollierten Bedingungen (Temperatur, Luftzufuhr etc.) verbrannt. Der Rauch wird in Wasser eingeleitet, fraktioniert und gereinigt. Dabei werden „Primärrauchkondensate“ gewonnen, aus denen unter Verwendung von Trägerstoffen Raucharomen hergestellt werden. Diese werden in die Lebensmittel direkt eingearbeitet oder im Tauch- oder Sprühverfahren auf die Oberfläche aufgebracht. Geschmacksgebende Bestandteile von Raucharomen sind vor allem Phenole und Carbonylverbindungen (Aldehyde und Ketone). Im Rauch kommen aber auch unerwünschte Stoffe vor, z.B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzo[a]pyren. Der Gehalt solcher Stoffe im Raucharoma ist gesetzlich begrenzt und kann durch kontrollierte Herstellungsbedingungen niedrig gehalten werden.

Trägerstoffe

Viele Aromastoffe sind sehr geschmacksintensiv. Sie lassen sich in konzentrierter Form schlecht verarbeiten. Deshalb werden zur Verdünnung Trägerstoffe - z.B. Alkohol, Stärke oder Milchzucker (Laktose) - verwendet, die mit den Aromastoffen vermischt werden. Nach Angaben der Aromenhersteller kann in den verarbeiteten verzehrfertigen Lebensmitteln bis zu 0,2 % Alkohol vorkommen (Quelle: Deutscher Verband der Aromenindustrie e.V., www.aromenhaus.de).

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es für Aromen?

In Deutschland gilt seit 1981 die Aromenverordnung, mit der die Essenzen-Verordnung von 1959 ersetzt wurde. Sie legt Bedingungen für die Verwendung von Aromen fest, wie z.B. Höchstmengen für bestimmte Stoffe, und regelt die Kennzeichnung von Aromen. Mit dieser Verordnung ist auch die Richtlinie 88/388 (EWG) in deutsches Recht umgesetzt, mit der die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft angeglichen wurden.

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In der Europäischen Union sind seit 1996 mit der Verordnung (EG) Nr. 2232/96 Regeln über die Verwendung von Aromastoffen festgelegt. Außerdem wurde ein Verfahren zur Einführung einer EU-Positivliste für Aromastoffe eingeführt, die festlegen soll, welche Aromastoffe Lebensmitteln zugesetzt werden dürfen. Zur Vorbereitung der Positivliste wurde 1999 zunächst ein Verzeichnis der etwa 2800 in der EU verwendeten Aromastoffe erstellt (Entscheidung der EU-Kommission 1999/217/EG). Im Jahr 2000 wurde mit der Verordnung (EG) Nr. 1565/2000 ein Bewertungsprogramm beschlossen, das nun inzwischen (Stand Juli 2011) fast abgeschlossen ist. Durch die Verordnung (EG) Nr. 1331/2008 wurden die Regelungen im Jahr 2008 erweitert. Dazu zählt auch ein einheitliches Zulassungsverfahren. Die noch zu erstellende Positivliste ist als Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 vorgesehen. Dann werden nur die in dieser Positivliste aufgeführten Aromastoffe zulässig sein.

Da Raucharomen komplexe Gemische vieler chemischer Substanzen sind, gelten hier besondere Regelungen, die sich von denen für Aromastoffe unterscheiden. Die Verordnung (EG) Nr. 2065/2003 regelt die Bewertung und Zulassung von Raucharomen. Sie können Fisch- und Fleischerzeugnissen zugesetzt werden, aber auch einigen Lebensmitteln, die traditionell nicht geräuchert werden (z.B. Suppen, Soßen und Snacks).

Wer prüft, ob Aromastoffe gesundheitsgefährdend sind?

Aromastoffe werden von internationalen Expertengremien geprüft. Für die Bewertung auf EU-Ebene ist das „Panel on Food Contact Materials, Enzymes, Flavourings and Processing Aids (CEF)“ der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority EFSA www.efsa.europa.eu ) zuständig. Zuvor wurde diese Aufgabe vom Scientific Committee on Food (SCF) der EU-Kommission wahrgenommen. Auf globaler Ebene werden Aromastoffe vom „Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA http://www.who.int/foodsafety/chem/jecfa/publications/en/index.html)“ der Ernährungs- und Gesundheitsorganisationen der Vereinten Nationen bewertet. Bis vor einigen Jahren gab es auch ein entsprechendes Expertengremium des Europarats.

Das mit der Verordnung (EG) Nr. 1565/2000 im Jahr 2000 beschlossene Bewertungsprogramm wurde zunächst als wissenschaftliche Kooperation der Mitgliedstaaten der EG begonnen und dann später vom EFSA-CEF-Panel weitergeführt. Wissenschaftler des BfR sind seit Beginn des Programms an den gesundheitlichen Bewertungen beteiligt.

Aufgabe des BfR ist es, spezielle Fragen im Zusammenhang mit Aromastoffen zu bewerten und das Verbraucherministerium (BMEL) zu beraten, das auf EU-Ebene an der Erstellung oder Änderung entsprechender Verordnungen beteiligt ist. Dazu zählt auch die Prüfung von Vorschlägen der EU-Kommission zu Höchstmengen für bestimmte Aromastoffe in Lebensmitteln. Zu speziellen Fragen kann sich das BfR von einer Kommission (http://www.bfr.bund.de/de/bfr_kommission_fuer_lebensmittelzusatzstoffe__aromastoffe_und_verarbeitungshilfsstoffe-11082.html) aus externen Sachverständigen beraten lassen.

Wie werden Aromastoffe gesundheitlich bewertet?

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Bei der Bewertung von Aromastoffen sind besondere Voraussetzungen zu berücksichtigen:

  • Es sind sehr viele Stoffe zu bewerten (etwa 2700).
  • Die weitaus meisten Aromastoffe kommen auch natürlicherweise in Lebensmitteln vor
  • Die Datenlage ist in vielen Fällen sehr lückenhaft.
  • Viele Aromastoffe werden wegen ihrer Geschmacksintensität nur in geringer Konzentration eingesetzt.

Deshalb wurde für die gesundheitliche Bewertung von Aromastoffen vom „Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA)“ ein spezielles Bewertungsverfahren entwickelt, das sich von dem Verfahren zur Bewertung von Lebensmittelzusatzstoffen http://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_zusatzstoffen-2275.html unterscheidet:

  • Die Bewertung erfolgt zunächst auf der Basis der verfügbaren Daten.
  • Es werden Gruppen chemisch ähnlicher Stoffe (Flavouring Group Evaluations) bewertet.
  • Besondere Berücksichtigung finden mögliche erbgutschädigende Wirkungen (Gentoxizität)
  • Möglichen Stoffwechselprodukte (Metaboliten) werden bei der Bewertung berücksichtigt.
  • Es wird geprüft, ob bestimmte Aufnahmemengen überschritten werden.

Wenn sich die gesundheitliche Unbedenklichkeit so nicht zeigen lässt, sind zusätzliche toxikologische Studien erforderlich.

Sind Aromastoffe gesundheitsgefährdend?

Etwa 600 Aromastoffe wurden von dem Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA), dem Scientific Committee on Food (SCF) und dem Expertengremium des Europarats bis zum Jahr 2000 bewertet und als gesundheitlich unbedenklich beurteilt.

Das Expertengremium der EFSA (CEF-Panel) hat bis jetzt etwa 2100 weitere Aromastoffe bewertet. Dazu zählen auch etwa 900 Aromastoffe, die seit dem Jahr 2000 vom JECFA bewertet wurden. Diese Bewertungen sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1565/2000 noch einmal vom CEF-Panel überprüft worden. Von den 2100 bewerteten Aromastoffen wurden etwa 1700 als gesundheitlich unbedenklich beurteilt. Zu etwa 400 Aromastoffen fordert das Gremium zusätzliche toxikologische Studien, bevor die Bewertung abgeschlossen werden kann.

Bisher gab es nur zu wenigen Stoffen, die auch natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen, gesundheitliche Bedenken. Sie wurden aus dem Aromastoff-Verzeichnis gestrichen.

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Stoffe mit Aromaeigenschaften, die als gesundheitsgefährdend beurteilt wurden und gemäß Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 Lebensmitteln nicht als solche zugesetzt werden dürfen, sind: Agaricinsäure, Aloin, Capsaicin, Cumarin, Hyperizin, Beta-Asaron, Estragol, Blausäure, Menthofuran, Methyleugenol, Pulegon, Quassin, Safrol, Teucrin A und Thujon. Für bestimmte Stoffe, die von Natur aus in Aromen und Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften vorkommen, gelten zudem Höchstmengen in bestimmten Lebensmitteln. Das betrifft die meisten der oben genannten Stoffe.

Wie werden Raucharomen gesundheitlich bewertet?

Zur Bewertung der Primärrauchkondensate, aus denen sich dann Raucharomen herstellen lassen, sind neben Daten zur chemischen Charakterisierung dieser komplexen Substanzgemische auch Daten zur Genotoxizität und zur subchronischen Toxizität (90-Tage-Fütterungsstudie an Nagern) erforderlich. In diesen Studien werden die niedrigste Dosis, bei der unerwünschte Wirkungen auftraten, sowie die Dosis, bis zu der keine unerwünschten Reaktionen auftraten, ermittelt. Sie sollte in der Regel mindestens 300-fach größer sein als die Menge, die wir mit Lebensmitteln bei den vorgesehenen Verwendungsbedingungen aufnehmen.

Sind Raucharomen gesundheitsgefährdend?

Gemäß Verordnung (EG) Nr. 2065/2003 durften nur diejenigen Primärrauchkondensate vorläufig weiter verwendet werden, zu denen die für die Bewertung erforderlichen Daten bis Juni 2005 der EFSA vorgelegt wurden. Das waren 16 Primärrauchkondensate. Fünf Anträge wurden von den Antragstellern zurückgezogen. Die betreffenden Produkte wurden vom Markt genommen. Die anderen 11 Primärrauchkondensate hat das CEF-Panel der EFSA weiter bewertet. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass die Aufnahmemengen bei den meisten Primärrauchkondensaten unter den vorgesehenen Verwendungsbedingungen zu hoch sind. Sie sollten demzufolge in geringeren Mengen bzw. in weniger Lebensmittelgruppen eingesetzt werden als vorgesehen.

Können Aromastoffe Allergien auslösen?

Etwa 1 bis 3 % der Erwachsenen leiden an Lebensmittelunverträglichkeiten. Davon ist nur ein Teil immunologisch bedingt (Allergien), während der andere Teil auf andere Mechanismen zurückzuführen ist (Pseudoallergien). Das Immunsystem reagiert in erster Linie auf größere Biomoleküle wie Proteine. Aromastoffe dürften insofern – wenn überhaupt – nur einen geringen Anteil an den Lebensmittelallergien haben.

(Video) Künstliche Aromen gefährlich?! Aromen und Vanillin

Können Aromen Allergien auslösen?

Sofern Milchzucker (Laktose) als Trägerstoff in Aromen eingesetzt wird, muss das auf dem Etikett angegeben sein, weil Laktose zu den kennzeichnungspflichtigen allergenen Lebensmittelzutaten zählt. Nach Angaben des Verbands der Aromenindustrie (www.aromenhaus.de) wird Laktose mittlerweile durch andere Trägerstoffe ersetzt. Ein besonderer Fall ist Perubalsam, das Harz des Balsambaumes, das rund 30 Substanzen enthält. Perubalsam wird als natürliches Aroma z.B. in Backwaren eingesetzt und kann Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Perubalsam ist das vierthäufigste Kontaktallergen und kann bei oraler Aufnahme eine Systemische Kontaktallergie auslösen. Der Verband der Aromenindustrie hat auf diese Problematik reagiert und seinen Mitgliedern empfohlen, kein Perubalsam in Lebensmitteln einzusetzen.

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FAQs

Welche Arten von Aromastoffen gibt es? ›

Im Wesentlichen werden drei verschiedene Arten von Aromastoffen unterschieden: natürliche, künstliche und naturidentische Aromastoffe. Letztere sind chemisch mit natürlichen Stoffen identisch, werden jedoch durch technische Verfahren hergestellt.

Was ist der Unterschied zwischen Aroma und natürliches Aroma? ›

Lautet die Bezeichnung „natürliches Aroma“, besteht das Aroma zwar aus natürlichen Aromastoffen und/oder Aromaextrakten, diese stammen aber aus verschiedenen natürlichen Ausgangsstoffen, die den wahrgenommenen Geschmack des Aromas nicht widerspiegeln.

Wie unterscheiden sich Aromen? ›

Gesetzliche Definitionen. Die Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 (Aromenverordnung) unterteilt Aromen in sechs verschiedene Kategorien: Aromastoffe, Aromaextrakte, thermisch gewonnene Reaktionsaromen, Raucharomen, Aromavorstufen und sonstige Aromen.

Wie viele Aromastoffe gibt es? ›

In der Natur wurden bis- lang etwa 10.000 Aromastoffe identifiziert. Die Aromenindustrie verwendet etwa 2.500 Aro- mastoffe. Derzeit prüft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) alle diese Aromastoffe (natürliche und synthetische) auf ihre Unbedenklichkeit.

Was ist mit Aromen gemeint? ›

Aromen sind Erzeugnisse, die Lebensmitteln zugesetzt werden, um ihnen einen besonderen Geruch und/oder Geschmack zu verleihen. Ein Aroma kann aus zahlreichen Aromastoffen, Aromaextrakten, thermisch gewonnenen Reaktionsaromen, Raucharomen und Aromavorstufen bestehen.

Ist Geschmack und Aroma dasselbe? ›

Aroma und Geschmack. Aroma wird häufig mit Geruch und Geschmack gleichgesetzt. Das ist nicht richtig: denn Aroma ist ein Erzeugnis stofflicher Natur, während Geruch und Geschmack zwei von fünf Sinnenwahrnehmungen sind.

Können Aromastoffe Allergien auslösen? ›

Daher verwundert es nicht, dass es nur wenige Einzelfallberichte über allergische Reaktionen auf Aromen gibt. Echte Lebensmittelallergien durch Aromen treten äußerst selten auf. Allergene aus Aromen sind kennzeichnungspflichtig. Pseudoallergien durch Aromen sind unwahrscheinlich.

Wie stellt man Aromastoffe her? ›

Gemäß EG-Aromenverordnung dürfen Aromastoffe nur dann als „natürlich“ gekennzeichnet werden, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehört, dass sie durch die oben genannten physikalischen (z. B. Destillation oder Extraktion), enzymatischen oder mikrobiologischen Verfahren (Fermentation) gewonnen werden müssen.

Wann sind Aromastoffe verboten? ›

Alle Aromastoffe, die nicht aufgeführt werden, sind nach einer Übergangsfrist von 18 Monaten, also ab dem 22. Oktober 2014, verboten. Die Liste soll jährlich aktualisiert werden. Die zulässigen Aromastoffe können dem Anhang der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 872/2012 entnommen werden.

Wie schädlich sind Aromastoffe? ›

Sind Aromen gesundheitsschädlich? Aromen müssen gesundheitlich unbedenklich sein. Bevor die Stoffe eingesetzt werden dürfen, werden sie einer Prüfung durch die European Food Safety Authority (EFSA) unterzogen und müssen erst zugelassen werden. Nur zugelassene Aromastoffe dürfen in Lebensmitteln verwendet werden.

Wie viel Aroma und Base? ›

Je nachdem was der Hersteller eines Liquid Aromas für eine Dosierung angibt, kommt unterschiedlich viel Aroma in 100ml Base. Die gängigste Dosierung liegt mittlerweile bei 8-10%. In einem solchen Fall kommen also 8-10ml Aroma in 100 ml Liquid Base.

Ist Aroma Halal? ›

Werden Aromen hergestellt die anschliessend eine Zertifizierung für Koscher oder Halal erhalten, muss eine Halal/Koscher geeignete Gelatine eingesetzt werden. Auch bei Ethanol sind Koscher- oder Halal Vorschriften zu beachten. Givaudan zertifiziert Halal Aromen bei HFCE in Brüssel oder bei MUI in Indonesien.

Was macht Aromastoffe aus? ›

Aromastoffe werden Lebensmitteln zugesetzt, um ihnen einen besonderen Geschmack und/oder Geruch zu verleihen. Sie werden seit langem in einer Vielzahl von Lebensmitteln sicher verwendet, von Süßwaren und Limonaden über Frühstücksflocken und Kuchen bis hin zu Joghurt.

Sind Ester Aromastoffe? ›

Ester. Ein Ester entsteht, wenn eine Säure mit einem Alkohol oder einem Phenol unter Wasserabspaltung reagiert. Mit Carbonsäuren und Alkoholen enthält man die Carbonsäureester, die in der Natur vor allem in Früchten und in Fetten und Ölen vorkommen. Sie werden als Duft- und Aromastoffe in großer Vielfalt eingesetzt.

Warum ist Koffein ein Aroma? ›

Gilt Koffein auch als Aroma? Auch bitter schmeckendes Koffein ist ein Aromastoff – sofern es in geringer Menge in Lebensmitteln eingesetzt wird. Koffein darf sich aber nicht hinter der allgemeinen Bezeichnung Aroma verstecken, weil es eine anregende Wirkung hat.

Wo sind Aromastoffe enthalten? ›

Aromen stecken in vielen verarbeiteten Lebensmitteln, zum Beispiel in:
  • Fruchtjoghurt.
  • Fertiggerichten.
  • Obstkonserven.
  • Süßigkeiten.
  • Frühstückscerealien.

Welche natürlichen Aromen gibt es? ›

unter Verwendung von Bakterien, Pilzen oder Enzymen. So können etwa aus Schimmelpilz-Kulturen Aromen hergestellt werden, die nach Pfirsich, Kokos oder Nuss schmecken, und natürliches Aroma mit Himbeergeschmack wird zumeist aus Zedernholzöl gewonnen.

Was ist der Plural von Aroma? ›

Substantiv, n. Worttrennung: Aro·ma, Plural 1: Aro·men, Plural 2: Aro·mas, Plural 3: Aro·ma·ta.

Wie beschreibt man Aroma? ›

Der Begriff “Aroma” hat im allgemeinen Sprachgebrauch mehrere Bedeutungen. Meist bezieht er sich auf den – in der Regel positiv konnotierten, also appetitlichen – Geschmack und Geruch eines Lebensmittels oder eines Gerichts.

Sind Gewürze Aromen? ›

Im Handel sind die pflanzlichen Würzmittel dann als Ganzes, zerkleinert, gemahlen, gerebelt, geschrotet oder gefriergetrocknet erhältlich. Aber weder die Pflanzenteile noch deren Verarbeitung sagen etwas über den Geschmack eines Gewürzes aus. Es sind vielmehr die Aromen, die ihnen eine charakteristische Note geben.

Warum sind Aromastoffe Ester? ›

Ein Ester entsteht, wenn eine Säure mit einem Alkohol oder einem Phenol unter Wasserabspaltung reagiert. Mit Carbonsäuren und Alkoholen enthält man die Carbonsäureester, die in der Natur vor allem in Früchten und in Fetten und Ölen vorkommen. Sie werden als Duft- und Aromastoffe in großer Vielfalt eingesetzt.

Wo werden Aromastoffe eingesetzt? ›

Aromastoffe werden Lebensmitteln zugesetzt, um ihnen einen besonderen Geschmack und/oder Geruch zu verleihen. Sie werden seit langem in einer Vielzahl von Lebensmitteln sicher verwendet, von Süßwaren und Limonaden über Frühstücksflocken und Kuchen bis hin zu Joghurt.

Wie wirken Aromastoffe? ›

Aromastoffe und Geschmacksverstärker verleihen vielen Nahrungsmitteln einen angenehmen Geruch und Geschmack, unterdrücken Geschmacksfehler und lassen Speisen und Getränke immer gleich schmecken (Voraussetzung für Markenware). Sie können den Genusswert erhöhen und damit auch den Verzehr stimulieren.

Was machen Aromen im Körper? ›

Können künstliche Aromen uns dick und krank machen? Ja, sagen Forscher. Denn Zusatzstoffe im Essen manipulieren nicht nur den Geschmack, sondern auch unser Gehirn. Mit fatalen Folgen, die sich beispielsweise durch Verhaltensstörungen äußern.

Welches Ester riecht nach Apfel? ›

Ethansäure-2-butylester riecht nach Apfel.

Welcher Ester riecht nach Ananas? ›

Butansäureethylester ist ein Carbonsäure-Ester mit charakteristischem Ananasgeruch. Wegen des ausgeprägt aromatischen Geruches werden die Ester kurzkettiger Carbonsäuren auch Fruchtester genannt (siehe auch Fruchtaroma). Er wird durch eine Veresterung von Buttersäure mit Ethanol hergestellt.

Ist Aromen Halal? ›

Werden Aromen hergestellt die anschliessend eine Zertifizierung für Koscher oder Halal erhalten, muss eine Halal/Koscher geeignete Gelatine eingesetzt werden. Auch bei Ethanol sind Koscher- oder Halal Vorschriften zu beachten. Givaudan zertifiziert Halal Aromen bei HFCE in Brüssel oder bei MUI in Indonesien.

Welche künstliche Aromen gibt es? ›

Künstliche Aromastoffe
  • Ethylvanillin.
  • Allylphenoxyacetat.
  • α-Amylzimtaldehyd.
  • Anisylaceton.
  • Hydroxycitronellal.
  • Hydroxycitronellaldiethylacetal.
  • Hydroxycitronellaldimethylacetal.
  • 6-Methylcumarin.

Ist Aroma vegetarisch? ›

Natürliche Aromen müssen aus einem natürlichen Rohstoff stammen, aber nicht unbedingt aus einem Lebensmittel. Sie dürfen aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen sowie aus Mikroorganismen wie Schimmelpilzen gewonnen werden. Im Gegensatz dazu werden die Inhaltsstoffe von künstlichen Aromen im Labor hergestellt.

Sind Aromastoffe Geschmacksverstärker? ›

Aromastoffe sind Geschmacksverstärker, die den Nahrungsmitteln zugesetzt werden, um deren Geschmack zu verbessern. Für den Erfolg eines Produkts sind Aromastoffe deshalb meist unverzichtbar.

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Author: Delena Feil

Last Updated: 03/24/2023

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