Private Equity Fonds: Vermeiden Sie diese 7 Fehler! | BERGFÜRST (2022)

Artikel von Lana Iliev; aktualisiert am 20.05.2022

Rund 12,6Mrd.€ wurden im Jahr 2020 in Deutschland in Private Equity investiert. Damit hat sich das
Volumen der Investitionen in den letzten neun Jahren fast verdoppelt, denn 2010 waren es lediglich knapp
5Mrd.€.

Die Anlageklasse ist für Anleger
besonders attraktiv, ist sie doch für ihre hohen Renditen bekannt. Zudem wird der Zugang zu Private Equity
zunehmend für Privatanleger geöffnet. Doch lohnt sich die Investition? Und was sollten Anleger unbedingt
beachten?

Sie wissen bereits was Private Equity Fonds sind und wie sie funktionieren? Springen Sie direkt zu den sieben Fehlern, die es bei einem Investment zuvermeiden gilt.

Was sind Private Equity Fonds?

Der Begriff Private Equity Fonds (auch: Private Equity Gesellschaft, kurz PEG) bezeichnet meist geschlossene Investmentfonds, die außerbörslich in Unternehmen investieren.
Private Equity Fonds erwerben Unternehmensbeteiligungen mit dem Ziel der
späteren gewinnbringenden Veräußerung.

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Was bedeutet Private Equity?

Übersetzt man Private Equity ins Deutsche, bedeutet es „privates Beteiligungskapital“ und bezieht sich auf den
direkten Erwerb von Unternehmensbeteiligungen, der außerbörslich und damit unter Ausschluss der
Öffentlichkeit stattfindet.

(Video) Pip Klöckner über die Lage von Growth-Aktien an der Börse, seine Investments uvm! Interview Teil 1/3

Diese Anlageform bevorzugt Investitionen in bereits etablierte Unternehmen, die ihr volles Potenzial
(noch) nicht ausschöpfen. Oft sind darunter auch Firmen zu finden, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken.
Dabei kann es sich sowohl um mittelständische Unternehmen als auch Großkonzerne handeln.

Im Gegensatz zu Private Equity bezeichnet Venture Capital (Wagniskapital) die
Finanzierung von vielversprechenden jungen Unternehmen oder Startups.

Welche Strategie verfolgen Private Equity Fonds?

Private Equity Kapitalgeber, bzw. der Fondsmanager, wählen die zu finanzierenden Zielunternehmen aufgrund
gründlicher Analysen
des Risiko-Rendite-Verhältnisses aus. Findet sich ein vielversprechendes Unternehmen,
wird meist eine Mehrheitsbeteiligung erworben.

Anschließend übt das Fondsmanagement aktiv Einfluss auf das operative Geschäft des erworbenen Zielunternehmens aus.
Indem es vorhandene Strukturen optimiert und interne Abläufe restrukturiert, wird langfristig der Unternehmenswert
erhöht. So können die erworbenen Beteiligungen zu einem späteren Zeitpunkt gewinnbringend verkauft oder
durch einen Börsengang monetarisiert werden. Daraus ergeben sich wiederum Anlegergewinne.
Durchschnittlich liegt die Haltedauer bei dieser Art der Beteiligung zwischen drei und sieben Jahren.

Unternehmensfinanzierungen durch privates Beteiligungskapital haben im angloamerikanischen und
angelsächsischen Raum bereits eine über Jahrzehnte währende Tradition. In Europa und Asien sind
Finanzierungen durch Private Equity weniger verbreitet. Innerhalb Europas treten sie in den letzten Jahren
jedoch aufgrund der verschärften Kreditvergabe infolge der EU-Regelung Basel II vermehrt auf. Ausgehend von dieser
Entwicklung nimmt auch die Anzahl der Private Equity Fonds im europäischen Raum zu.

Wie kommen die hohen Renditen von Private Equity Fonds zustande?

Meist weisen die Zielunternehmen, an denen ein Fonds eine Beteiligung anstrebt, ein hohes
Wachstumspotenzial
auf. So können Investoren mit einer satten Rendite rechnen, die oft
höher ist als bei Aktienfonds. Darüber hinaus gibt es
jedoch noch eine weitere Möglichkeit, Private-Equity-Renditen zu maximieren.

Leveraged Buy Out

Die hohen Renditen von Private-Equity-Investitionen kommen
nicht zuletzt durch den intensiven Einsatz von Fremdkapital in Form von Bankkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen
oder Mezzanine-Kapital zustande. So können Leverage-Effekte (Hebeleffekte) genutzt und bei
geringem Eigenkapitaleinsatz höhere Renditen erwirtschaftet werden.

Beispielrechnung

Angenommen, ein Private Equity Fonds erwirbt die Beteiligung an einem Zielunternehmen in Höhe von 500Mio.€.
Zu 40% finanziert der Fonds den Kauf der Unternehmensbeteiligung mit dem investierten Geld der Anleger
(Eigenkapital). Die weiteren 60% werden durch ein Darlehen (Fremdkapital) zu einem jährlichen Zinssatz von
5% finanziert.

Die Zahlen in diesem Beispiel sind stark vereinfacht, um das Prinzip von Private Equity zu verdeutlichen.

Nach drei Jahren wird die Beteiligung für 750Mio.€ verkauft. Das ergibt ein Plus von 250Mio.€
bzw. 50%. Gleichzeitig sind über die drei Jahre hinweg Darlehenskosten entstanden. Der Darlehensgeber hat jährlich
5% Zinsen erhalten, das ergibt insgesamt 45Mio.€.


Investiertes Kapital


(in Mio.€)

50%Gewinn


(in Mio.€)

abzgl. Fremdkapitalkosten


(in Mio.€)


Eigenkapital




(40%)

200 100 100


Fremdkapital




(60%)

300 150 105

Gesamt

500

250

205
(Video) Was ist Private Equity und wie funktioniert es? Einfach erklärt - Finanzlexikon 🎓

Abzüglich der Fremdkapitalzinsen konnte der Private Equity Fonds 205Mio.€ erwirtschaften. Hätte der Fonds
auf das Darlehen verzichtet, hätte der Gesamtgewinn gerade einmal bei 100Mio.€ statt bei
205Mio.€ gelegen. Damit ermöglicht die Aufnahme des Kredits eine Gewinnverdopplung.

Ist der Cashflow des Zielunternehmens jedoch nicht groß genug, um die jährlich anfallenden Fremdkapitalzinsen zu
tilgen, kann dies zur Insolvenz führen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass die Investition
scheitert und auch das Beteiligungskapital nicht zurückgezahlt werden kann.

Mithilfe des Leverage-Effekts konnte letztendlich die Eigenkapitalrendite gesteigert werden. Dabei
handelt es sich um eine Kennzahl, die Auskunft über die Wirtschaftlichkeit gibt. Je höher die Eigenkapitalrendite, desto
wirtschaftlicher ist ein Investment oder arbeitet ein Unternehmen. Sie gibt das Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital
an und berechnet sich wie folgt:



Gewinn



Eigenkapital


=Eigenkapitalrendite

Ohne die Aufnahme von Fremdkapital liegt die Eigenkapitalrendite in dem Beispiel bei 40%.



80



200


=0,4

Durch die Hinzunahme des Bankdarlehens erhöht sie sich auf 77,5%.



155



200


=0,775

Welche Faktoren beeinflussen die Rendite?

Zunächst entwickelt sich Private Equity in Abhängigkeit zum Aktienmarkt. Steigende Aktienkurse führen
zu hohen Unternehmensbewertungen. Daraus ergeben sich gute Verkaufschancen für Unternehmensbeteiligungen. Fallende Kurse
hingegen erschweren den Verkauf von Beteiligungen.

Auch günstige Kredite wirken sich positiv auf die Rendite aus. Denn ist das aufgenommene
Bankdarlehen niedrig verzinst, bleibt mehr für die Anleger übrig. Steigende Kreditkosten hingegen wirken sich
negativ aus.

Welche Anlage­möglichkeiten bestehen für Privatanleger?

Private Equity Fonds verlangen besonders hohe Investitionssummen von ihren Anlegern. So ist eine
Mindestanlage ab einer Höhe von 100.000€ keine Seltenheit. Aufgrund dieser astronomischen Summen sind die
typischen Kapitalgeber von Private Equity Fonds vermögende Privatpersonen oder institutionelle Anleger
wie beispielsweise Banken, Versicherungen oder Family Offices.

Für Privatanleger ist diese Anlageklasse damit per se erstmal nicht wirklich geeignet. Dennoch entstehen auch für
Kleinanleger immer mehr Wege, Geld in Private Equity Fonds anzulegen. So werden zunehmend geschlossene Private
Equity Retailfonds
oder Publikumsfonds aufgelegt, die zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind. Dabei sind
die branchenüblichen Mindestanlagesummen immer noch relativ hoch und liegen meist bei 10.000€.

Private Equity Fonds sind meist geschlossen und somit als AIF Fonds einzustufen. Sie unterliegen besonderen
gesetzlichen Restriktionen, wie beispielsweise vorgeschriebenen Kontrollen durch die BaFin.

Private Equity Retailfonds sind meist als Dachfonds ausgestaltet und investieren hauptsächlich in
andere Private Equity Fonds. Daraus resultiert nicht nur eine Intransparenz für den Anleger, sondern
auch eine doppelte Kostenstruktur. Denn hier müssen nicht nur die Verwaltungskosten des Dachfonds,
sondern auch die der investierten Private Equity Fonds finanziert werden.

(Video) Wieso Sie eine GELDPOSITION aufbauen sollten - Liquiditätsstrategie

Zu Anbietern im Anlagesegment Private Equity Fonds zählen in Deutschland unter anderem Nordcapital, Fidura
und die RWB AG.

Sieben Fehler, die es zu vermeiden gilt

Auch wenn es inzwischen Anlagemöglichkeiten für Privatanleger gibt, bleibt bei dieser Kapitalanlage einiges zu beachten.
Lesen Sie hier, welche Fehler Sie bei der Investition in Private Equity Fonds vermeiden sollten.

1 | Die Risiken unterschätzen

In Private Equity Fonds Geld anzulegen geht mit
erheblichen Risiken einher. Ist das Zielunternehmen trotz aller Maßnahmen gezwungen, Insolvenz anzumelden, kann dies zum
Totalverlust führen.

Obwohl ein Private Equity Fonds stets in mehrere Unternehmen investiert, können Verluste besonders folgenreich sein, da
oft mit dem intensiven Einsatz von Fremdkapital gearbeitet wird, um Leverage-Effekte zu nutzen.

Als Anleger sollten Sie einen Totalverlust stets einkalkulieren und lediglich Geld investieren,
auf das Sie im Zweifelsfall auch verzichten können.

2 | Kosten für das Fondsmanagement unterschätzen

Private Equity Fonds sind teuer, denn es werden erhebliche Gebühren für das Management und den Vertrieb bei den Anlegern
erhoben. Zudem werden die Fondsinitiatoren zusätzlich an Erfolgen beteiligt.

Dachfonds sind dabei oft besonders teuer. Hier müssen Sie nicht nur mit den Kosten für den Dachfonds
rechnen, sondern auch mit den Kosten der Fonds, in die der Dachfonds investiert. So entsteht eine Kostenkaskade und die
Gebührenstruktur wird schnell unübersichtlich.

3 | Trotz mangelhafter Informationslage investieren

Private Equity Fonds sind nicht verpflichtet, ihre Renditen oder Geschäftstätigkeiten offenzulegen. Zudem sind die
Zielunternehmen und Branchen, in die der Private Equity Fonds investieren wird, zum Zeitpunkt der Investition meist
nicht bekannt. Beides erschwert Anlegern eine gründliche Analyse der Chancen und Risiken der Kapitalanlage.

Um die Renditechancen eines Private Equity Fonds einzuschätzen, lässt sich also lediglich seine Performance in
der Vergangenheit
zur Rate ziehen.

(Video) Investmentsteuergesetzes und der Hinzurechnungsbesteuerung bei Private Equity Fonds

4 | Die Anlagedauer unterschätzen

Die Laufzeiten von Private Equity Fonds betragen zwischen zehn und zwölf Jahren. Bei Dachfonds können sie sogar zwischen
dreizehn und siebzehn Jahren liegen. Während dieser Zeit wird das investierte Kapital bereits sukzessive zurückgezahlt –
in welchem Turnus dies geschieht, ist vorab jedoch meist nicht bekannt.

Bedenken Sie auch, dass Private Equity Fonds eine illiquide Anlageklasse sind. So kommen Anleger über
mehrere Jahre nicht an ihr Geld. Das bedeutet, dass die Beteiligungen nicht an der Börse oder einem anderweitigen
geregelten Markt gehandelt werden können. So gibt es in der Regel keine Möglichkeit, vorzeitig aus dem Investment
auszusteigen und die Laufzeit zu verkürzen.

5 | Die Investitionsphase unterschätzen

Als Anleger erhalten Sie nicht von Anfang an eine Rendite auf Ihre Geldanlage, denn bei Private Equity Fonds handelt es
sich meist um geschlossene Fonds. Das bedeutet, dass die Fonds über einen gewissen Zeitraum Kapital sammeln. Ist genug
Kapital eingezahlt worden, wird er geschlossen. An- und Verkäufe von Fondsanteilen sind nun nicht mehr möglich.

Anschließend beginnt die Investitionsphase, in der mit dem gesammelten Kapital sukzessive Beteiligungen an Unternehmen
erworben werden. Dies kann zwischen vier und fünf Jahren dauern. In dieser Zeit erwirtschaftet der Private Equity Fonds
keine Renditen. So erhalten Investoren erst ab dem dritten oder vierten Jahr eine Rendite auf ihr Investment.

6 | Wechselkursrisiken unterschätzen

Sollten Sie Geld in Ländern mit einer fremden Währung anlegen, bedenken Sie eventuelle Wechselkursrisiken. Gerade
aufgrund des weiten Anlagehorizonts sind die Wechselkurse nicht zu unterschätzen. Es ist äußerst schwierig
vorherzusagen, in welchem Verhältnis Eigen- und Fremdwährung in zwölf Jahren zueinander stehen werden.

7 | Auf zu gute Angebote hereinfallen

Gerade im erschwinglichen Private Equity Einstiegsbereich sind unseriöse und dubiose Angebote und Methoden
verbreitet. Seien Sie also vorsichtig und hinterfragen Sie Angebote kritisch.

Alternativen zur Investition in Private Equity Fonds

Obwohl Private Equity Fonds zunehmend für Privatanleger geöffnet werden, spricht einiges gegen diese Anlage. Neben den
hohen Risiken ist das Investment häufig intransparent. Zudem erschweren hohe
Mindestanlagen
die Risikostreuung und die
immensen Fondskosten schmälern die Rendite der Anleger. Zuletzt nimmt die lange
Anlagedauer
den Anlegern jegliche Flexibilität. Erfahren Sie nun, welche Alternativen es zum Investment in
Private Equity Fonds gibt.

Aktien und Private Equity ETF

Eine Alternative zu Beteiligungen an Private Equity Fonds stellen börsennotierte Wertpapiere bzw. Aktien von Investmentgesellschaften dar, die in
privates Beteiligungskapital Geld investieren. Dazu
zählen beispielsweise Blackstone oder KKR. Zudem gibt es auch Private Equity ETF, die als passiv gemanagte Fonds Kapital in
Wertpapiere dieser Unternehmen anlegen.

Durch die indirekte Anlage in Wertpapiere lassen sich die langen Laufzeiten sowie die renditelosen Investitionsphasen
von Private Equity Fonds umgehen. Zudem ist das Investment in Aktien liquide und die Wertpapiere können
jederzeit über die Börse veräußert werden. Außerdem lässt sich ein Aktieninvestment vorab einfacher analysieren, denn
die Geschäftsdaten und Renditen börsennotierter Unternehmen sind sehr viel transparenter, als die von
Private Equity Fonds.

Crowdinvesting

Auch mit Crowdinvesting können Sie Geld in Unternehmen
anlegen. Dabei schließt sich eine große Anzahl von Anlegern über eine Online-Plattform zusammen und investiert gemeinsam
in vielversprechende Startups. Die Anleger
können dabei eigenständig entscheiden, in welches Unternehmen sie investieren.

Alternativ gibt es auch Immobilien-Crowdinvesting. Hier
finanzieren Crowdanleger gemeinsam Immobilienprojekte und erhalten dafür über die vorgesehene Laufzeit hinweg einen
festen Zinssatz. Anleger erhalten auf Anlagemöglichkeiten, die von BERGFÜRST vermittelt werden, zwischen
5,0% und 7,0%p.a. bei einer mittelfristigen Anlagedauer zwischen
einem Jahr und fünf Jahren. Für Liquidität sorgt dabei der Handelsplatz. Über diesen Sekundärmarkt können
Anleger erworbene Anteile an bereits finanzierten Projekten jederzeit veräußern oder erwerben.

(Video) So vermeiden Sie, dass Sie betrogen / gehackt werden und alle Ihre Kryptos verlieren.

Bild-Copyright: Djent / Shutterstock.com

FAQs

Was braucht man für Private Equity? ›

Private Equity Manager werden

Idealerweise verfügen Kandidaten über einen Doppelabschluss oder einen MBA. Überdies können die meisten Jobanwärter erste einschlägige Berufserfahrung vorweisen, zum Beispiel im Fonds-, Beteiligungs- oder Assetmanagement.

Was ist Private Equity einfach erklärt? ›

Privates Beteiligungskapital einfach erklärt

Eine Private Equity-Gesellschaft investiert also mit Kapital in Unternehmen, die ausschließlich privat gehalten werden und folglich nicht börsennotiert sind. Meist wird in mittelständische Unternehmen investiert.

Sind Fonds noch sinnvoll? ›

Wer überdurchschnittliche Renditen erwartet, muss Abstriche in punkto Sicherheit machen, da der Wert eines risikoreichen Fonds stark schwanken kann. Wer lieber auf Nummer Sicher gehen will, sollte in Fonds investieren, die weniger stark schwanken, aber dafür auch geringere Gewinnerwartungen haben.

Kann man bei einem Fond alles verlieren? ›

Gut zu wissen: Ein Fonds oder ETF selbst kann nicht komplett pleite gehen. Zu einem Totalverlust könnte es nur in dem theoretischen Fall kommen, wenn alle Vermögenswerte, die in dem Fonds liegen, auf einen Schlag gar nichts mehr wert wären.

Wie verdient Private Equity Geld? ›

Wir können zeigen, dass die Renditen der PE-Unternehmen vor allem auf einer Steigerung der Profitabilität der Portfolio-Unternehmen beruhen. Dieses Ergebnis ist auch im statistischen Sinne sehr robust. In der Tendenz scheint dabei Umsatzwachstum eine größere Rolle zu spielen als reine Kostensenkungsprogramme.

Warum ist Private Equity wichtig? ›

Private Equity-Gesellschaften investieren in Unternehmen und profitieren vom Gewinn, während sich dem Unternehmen neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung eröffnen. Denn Beteiligungskapital ist mehr als nur die Zurverfügungstellung von Kapital. Private Equity-Fonds investieren auch Zeit und viel Know-how.

Welche Arten von Private Equity gibt es? ›

Private Equity Unternehmen kennen drei Formen der Finanzierung: Leveraged Buyout, Wachstumskapital und Mezzanine-Finanzierung. Für private Anleger:innen sind Private Equity Fonds aufgrund der hohen Mindesteinlagen oft nicht erreichbar. Möglich ist allerdings eine Anlage über ETFs oder sogenannte Retailfonds.

Was machen Private Equity Fonds? ›

Was sind Private-Equity-Fonds? Mit Private-Equity-Fonds können Anleger langfristig Unternehmensanteile erwerben und von der Wertsteigerung privater Unternehmen profitieren. Bis vor kurzem war außerbörsliches Eigenkapital institutionellen Investoren, wie bspw. Pensionskassen oder Versicherungen, vorbehalten.

Ist Private Equity Eigenkapital? ›

Eine Private-Equity-Gesellschaft (Kapitalbeteiligungsgesellschaft) stellt außerbörslich Unternehmen mit Finanzierungsbedarf Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Finanzierungsmittel zur Verfügung.

Was macht man am besten mit 10000 Euro? ›

Wie sich 10.000 € anlegen lassen: Ihre Möglichkeiten im Überblick
  1. Festgeld.
  2. Tagesgeld.
  3. ETFs.
  4. Aktien.
  5. Crowdinvesting/ Crowdfunding.
  6. Sachwerte.
  7. besondere Anlageformen.

Wann aus Fonds aussteigen? ›

Für jeden Fonds wird im Vorfeld eine genaue Laufzeit festgelegt. Möchtest Du früher aus der Beteiligung aussteigen, geht das in der Regel erst nach zehn Jahren. Hierzu übermittelst Du zum Ende des Geschäftsjahres einen eingeschriebenen Brief. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel weitere zwölf Monate.

Wie hoch ist das Risiko bei Fonds alles zu verlieren? ›

Anlagebetrag: 100,- Euro monatlich (Summe 24.000,- Euro)
AktienquoteNormales AktienumfeldSehr negatives Aktienumfeld
20% Aktien28.900,- €23.700,- €
50% Aktien32.800,- €19.300,- €
80% Aktien37.300,- €15.000,- €
7 Feb 2022

Sind Fonds sicherer als Aktien? ›

Fonds haben ein niedrigeres Risiko als Einzelaktien, weil sie breiter diversifiziert sind. Das investierte Kapital in Aktienfonds wird zudem nach deutschem Recht als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft geführt und ist somit von der Insolvenz der Investmentgesellschaft geschützt.

Wie viel Geld sollte man in Fonds investieren? ›

Salopp kann man sagen: So viel wie möglich. Wenn dein Geld auf dem Giro- und Tagesgeldkonto ohnehin keine Zinsen erwirtschaftet, dann schiebe lieber alles in dein Depot und kaufe damit ETFs. Aber: Mindestens drei Monatsgehälter solltest du immer als Reserve auf deinem Konto haben.

Wie lange sollte ein Fond laufen? ›

Meistens beträgt die Laufzeit geschlossener Fonds aber mehr als zehn Jahre. Sie sollten sich also als möglicher Anleger stets bei den konkreten Angeboten über die Laufzeiten informieren.

Wie kann ich in Private Equity Investoren? ›

Private Equity ist eine lukrative Anlageklasse, aber keine, in die sich so ganz leicht investieren lässt. Eine gute Möglichkeit bieten Aktien von Private-Equity-Gesellschaften und entsprechende Indexfonds, rät Vermögensverwalter Thomas Hünicke von der WBS Hünicke Vermögensverwaltung.

Wie funktioniert ein Private Equity Fund? ›

Private Equity-Fonds sammeln Kapital und investieren es in Beteiligungen an Unternehmen mit dem Ziel, diese später wieder gewinnbringend zu verkaufen. Die Gewinne, die der Fonds erwirtschaftet, werden später an die Geldgeber weiter gegeben.

Wie arbeiten Private Equity Unternehmen? ›

Es handelt sich um Beteiligungsgesellschaften, die Anteile an einem Unternehmen kaufen und nach einiger Zeit diese Anteile mit möglichst hohem Gewinn wiederverkaufen. Dabei beraten und betreuen sie die Zielunternehmen aktiv, um den Unternehmenswert zu steigern.

Welche Arten von Private Equity gibt es? ›

Private Equity Unternehmen kennen drei Formen der Finanzierung: Leveraged Buyout, Wachstumskapital und Mezzanine-Finanzierung. Für private Anleger:innen sind Private Equity Fonds aufgrund der hohen Mindesteinlagen oft nicht erreichbar. Möglich ist allerdings eine Anlage über ETFs oder sogenannte Retailfonds.

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Author: Frankie Dare

Last Updated: 12/16/2022

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