Was bedeutet der U-Wert? (2023)

Das Wichtigste im Überblick


Was bedeutet der U-Wert?

Der U-Wert gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von 1 K hindurchgeht. Er dient somit als Maßeinheit, um den Wärmeverlust eines Bauteils anzugeben.

Welcher U-Wert ist besser?

Je höher der U-Wert, umso schlechter ist die Dämmwirkung. Demnach ist ein niedriger U-Wert ein Zeichen für eine gute Dämmwirkung.

Wie berechnet man den U-Wert?

Für homogene Bauteile, die aus einem Material bestehen, berechnet man den U-Wert, indem man die Wärmeleitfähigkeit λ durch die Schichtdicke dividiert.

Was bedeutet der U-Wert?

Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient oder Wärmedurchlässigkeit genannt,gibt den stündlichen Wärmestrom durch ein Bauteil von warmer zu kalter Seite an. Genauer gesagt, beschreibt er, welche Wärmemenge in einer Sekunde durch ein ein Quadratmeter großes Bauteil bei einem Temperaturunterschied von einem Grad (1 K) Celsius von innen nach außen transportiert wird. So lässt sich feststellen, welche Dämmeigenschaften ein Bauteil hat.

Grundsätzlich gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung. Oder im Umkehrschluss: Je höher der U-Wert ist, desto schlechter die Dämmwirkung. Berechnen kann man den U-Wert mit einer Formel oder online mit einem U-Wert-Rechner. Der U-Wert wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin

W/(m²·K) angegeben. Die folgenden Beispiele sollen Ihnen dabei helfen, ein Gefühl für den U-Wert – beziehungsweise für gute und schlechte Dämmeigenschaften – zu entwickeln.

Der U-Wert und die EnEV

Die Energieeinsparverordnung EnEV legt für alle Bauteile eines Hauses jeweils einen maximalen U-Wert fest und bestimmt, wie viel Wärme ein Haus höchstens verlieren darf. Sie gilt für alle Sanierungsmaßnahmen, ausgenommen Ihr Haus steht unter Denkmalschutz. Außerdem gibt es für kleinere Arbeiten eine Bagatellgrenze (10-Prozent-Regel), sodass die Anforderungen nicht gelten, wenn ein Bauteil nur minimal saniert wird (zum Beispiel das Ausbessern von Rissen).

Wenn Sie Ihr Haus aber umfassend sanieren möchten, zum Beispiel, indem Sie die Dacheindeckung erneuern, dann müssen Sie sich an die Anforderungen der EnEv halten. Die Werte variieren dabei je nach Haustyp unterschiedlich stark. Im Passivhaus können die vorgeschriebenen Höchstwerte zum Beistpiel um fast 70 Prozent niedriger liegen als die in einem Standardhaus. Bei einem Neubau oder der Renovierung bestehender Gebäude müssen U-Wert-Mindestanforderungen eingehalten werden.

Hat man sich beim Bau nicht an die vorgegebenen U-Werte gehalten, besteht aber, außer für die oberste Geschossdecke, keine Nachrüstpflicht. Solange diese begehbar ist und die Räume darunter beheizbar sind, darf in Wohngebäuden ein U-Wert von 0,24 W/(m²·K) für die oberste Geschossdecke nicht überschritten werden. Das Ziel der stetig steigenden Anforderungen an den U-Wert ist ganz einfach ausgedrückt: das Energiesparen. Ein möglichst gut gegen äußere klimatische Bedingungen abgeschottetes Haus, also ein geringer U-Wert, bedeutet, dass weniger Energie aufgewendet werden muss, um das Haus warm zu halten.


Gut zu wissen: Die U-Werte der EnEV müssen nicht eingehalten werden, wenn die Bauteile unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften (Wärmeschutzverordnung) nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind.

(Video) U-Wert einfach erklärt

Welche U-Werte schreibt die EnEV vor?

Folgende U-Werte müssen laut der EnEv eingehalten werden:

Außenwand: Für die Fassadendämmung gilt ein maximaler U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K).

Fenster: Wenn Sie Ihre Fenster austauschen, ist ein maximaler U-Wert von 1,30 W/(m²K) erlaubt. Tauschen Sie nur die Scheiben aus, gilt ein Grenzwert von 1,10 W/(m²K) für die neuen Gläser. Bei Dachflächenfenstern beträgt die U-Wert-Grenze 1,40 W/(m²K). Fenstertüren mit Schiebe- oder Klappmechanismus dürfen einen U-Wert von maximal 1,6 W/m²K vorweisen.

Dach: Für ein Steildach gilt bei der Dämmung (Zwischensparrendämmung, Untersparrendämmung, Aufsparrendämmung) maximal ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) . Bei einem Flachdach (Warmdach, Kaltdach oder Umkehrdach) ist ein U-Wert von 0,20 W/(m²K) erlaubt.

Oberste Geschossdecke: Für begehbare und nicht begehbare Dämmung gilt ein U-Wert von 0,24 W/(m²K).

Außentüren: Hier muss der U-Wert unter U-Wert 1,8 W/(m²K) liegen.

Kellerdecke, Kellerwände, Kellerboden: Wenn Sie Ihre Kellerdecke von oben oder unten dämmen gilt ein U-Wert von 0,30 W/(m²K). Dasselbe gilt auch für eine Dämmung der Kellerwand von innen oder außen (Perimeterdämmung). Wenn Sie Ihren Kellerböden dämmen, müssen Sie auf einen U-Wert von maximal 0,50 W/(m²K) achten.

(Video) Was ist der U-Wert?

U-Wert berechnen

Folgende Größen sind beim U-Wert beteiligt:

  • Wärme = Wärmeenergie pro Zeiteinheit = physikalische Größe, Leistung mit der Einheit W (Watt)
  • Fläche = 1 qm (Quadratmeter) Fläche eines Bauteils, zum Beispiel Wand, Decke oder Dach
  • Temperaturunterschied von 1 Kelvin zwischen Innen- und Außenfläche eines Bauteils, wobei hier die Lufttemperatur gemeint ist und nicht die Temperatur an der Bauteiloberfläche
  • Kelvin ist die Maßeinheit für den Temperaturunterschied; 1 Kelvin entspricht 1 Grad Celsius


U-Wert von homogenen Bauteilen berechnen

Maßgeblich für die Berechnung des U-Werts ist vor allem die Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Materialien. Für homogene Bauteile ist die Berechnung ziemlich einfach. Sie müssen lediglich die Wärmeleitfähigkeit λ durch die Schichtdicke dividieren.

U-Wert von mehrschichtigen Bauteilen berechnen

Komplizierter ist es bei mehrschichtigen Bauteilen. In diesem Fall berechnet man die U-Werte der einzelnen Schichten, nimmt davon jeweils den Kehrwert, addiert die Kehrwerte und nimmt von der Summe wiederum den Kehrwert.

(Video) Wärmedurchgangskoeffizient und U Wert - der Zusammenhang und die Berechnung einfach erklärt

Der U-Wert als Forschungsgegenstand

Ein Großbrandversuch mit Holzbau-Elementen regte zu Forschungen an: Von 1.210 Grad Celsius Hitze im Inneren des Testgebäudes hatten nur 9,5 Grad die massive Holzwand passiert – die Energie des Feuers war also fast gänzlich von der lediglich zehn Zentimeter dicken Wand gespeichert worden. Diese bemerkenswerte Fähigkeit zur Wärmespeicherung sollte näher untersucht werden.

Der Hersteller ließ den U-Wert der massiven Holzbau-Elemente nach der Europäischen Norm EN ISO 8990 in einem „geregelten Heizkasten“ messen. Prüfinstitute stellen dafür eine rechnergesteuerte „Hot Box“ zur Verfügung, die den Wärmedurchgangskoeffizienten anhand des Wärmetransports misst.

Konstanter Wärmefluss im Labor

Zwischen zwei Labor-Räumen wurde das jeweilige Test-Bauteil eingebaut – in diesem Fall ein 208 Millimeter dickes und ein Quadratmeter großes Massivholz-Element. Ein Messraum wurde dauerhaft auf 20 Grad Celsius beheizt, der zweite Raum auf etwa null Grad gekühlt. So floss ein Wärmestrom von der warmen Seite durch das Probe-Bauteil auf die kalte Seite. Heiz- und Lüftungsgeräte hielten den Wärmestrom kontinuierlich – aus seiner Dichte, den Lufttemperaturen in der Wärmekammer und den Oberflächen-Temperaturen des Test-Bauteils wurden U-Wert und Leitwert berechnet. Normen legten die Bedingungen fest: Der U-Wert darf erst berechnet werden, wenn der Wärmefluss durch das Bauteil konstant ist – Ingenieure sprechen von „stationärem Zustand“.

(Video) Bernhard Rennhofer - U-Wert Berechnung eines Bauteils | U-Wert | Bauphysik

Temperaturwechsel im Freien

Die Ingenieure protokollierten, wann der stationäre Zustand erreicht war. So ließ sich prüfen, wie schnell die Wand aus massivem Holz Wärme nach außen verliert. Am ersten Prüftag war nahezu kein Wärmefluss zu messen – erst nach 140 Stunden, also nach rund sechs Tagen, ließ sich ein einigermaßen konstanter Wärmefluss feststellen. Jetzt erst konnte der U-Wert berechnet werden. Als Faustregel für Bauherren galt bisher: Die Heizkosten fallen desto günstiger aus, je niedriger der U-Wert liegt. „Zu kurz gedacht“, warnen jedoch Holzprofis, „die herkömmliche Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten im Labor vernachlässigt Wärmespeicherung und Zeitfaktor und darüber hinaus solare Energiegewinne, die ein Haus im Freien erzielt.“

Kritik am U-Wert

Die herkömmlichen Regelwerke zur Berechnung der Heizlast setzen den stationären Zustand der Gebäudehülle voraus, also einen konstanten Wärmefluss. Ein Gebäude nutzt aber im Gegensatz zu Testbauteilen im Labor die Sonne. Die solaren Energiegewinne von Außenwänden und Dach bleiben bei der Berechnung des U-Werts jedoch völlig unberücksichtigt. Weitergehende Rechenmodelle beziehen zum Beispiel ein, in welche Himmelsrichtung eine Wand zeigt und geben den sogenannten effektiven U-Wert an. An der Südseite etwa kann sich die Außenseite einer massiven Holzwand durch Absorption der Solarstrahlung so weit erwärmen, dass sie nach außen keine Wärme mehr verliert und wie ein natürlicher Puffer fungiert. Man sollte den U-Wert also durchaus kritisch betrachten.

Energieverhalten und örtliche Begebenheiten berücksichtigen

Viele Fördergelder und Unterstützungen hängen vom U-Wert ab, räumen Experten ein. In Gebäuden mit Holzbau-Elementen verbrauchen die Bewohner in vielen Fällen deutlich weniger Energie, als herkömmliche Berechnungen ergaben. Daher unser Rat an Bauherren und Architekten: Lassen Sie sich Referenzobjekte des Holzbau-Unternehmens oder Zimmerers zeigen und sprechen Sie mit den Bewohnern. So erhält man einen realistischeren Eindruck von dem berechneten und dem tatsächlichen Verbrauch.

(Video) Dämmung und U-Wert - So berechnest du den Energieverlust deines Hauses

FAQs

Was ist ein U-Wert einfach erklärt? ›

Der U-Wert gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite in der Einheit W/(m2K) an. Die Einheit beschreibt die hindurchströmende Energie pro Quadratmeter in Kelvin. An diesem U-Wert lassen sich also die Dämmeigenschaften eines Bauteils ablesen.

Was ist ein guter U-Wert? ›

Ein guter U-Wert ist ca. 1,0 bis 1,1 W/ (m²K).

Was ist ein schlechter U-Wert? ›

Einfach erklärt: Je höher der U-Wert, umso schlechter ist die Dämmwirkung, je niedriger der U-Wert, umso besser die Dämmwirkung. Am Beispiel Außenwand heißt das zum Beispiel: Eine ungedämmte Ziegelwand (24 Zentimeter dick mit Gipsputz innen und Kalkzement-Putz außen) hat einen U-Wert von 1,99 W/(m²K).

Was ist ein guter UW Wert bei Fenstern? ›

Mit der EnEV 2009 und Ihrem Nachfolger, dem GEG (Gebäudeenergiegesetz), ist für neue Fenster die Mindestanforderung von 1,3 W/(m²K) beim U-Wert vorgegeben. Ab einem Wert von 0,8 W/(m²K) und kleiner darf ein Fenster sogar als Passivhausfenster bezeichnet werden.

Welcher U-Wert macht Sinn? ›

"Immer wenn mehr als 10 Prozent einer Bauteilfläche instandgesetzt wird, gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie fordert heute einen U-Wert von 0,24 W/(m2K). Das sind rund 12 Zentimeter Dämmstoff. Der Gesetzgeber schreibt damit eine sehr sinnvolle Dämmdicke vor.

Wie erreiche ich einen U-Wert von 0 24? ›

Durch den Einsatz von Mineralwolle mit einer Dicke von 15 Zentimetern kann ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) eingehalten werden.

Ist ein niedriger U-Wert besser? ›

Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient. Je kleiner der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Der U-Wert steht aber auch in Konflikt mit der Lichttransmission und dem solaren Eintrag.

Was bringt 10 cm Dämmung? ›

10 cm Dämmstoff ergibt einen U-Wert von 0,4 W/m²K.

Welchen U-Wert hat Styropor? ›

Im direkten Vergleich haben EPS Styropor und Mineralwolle in einer Stärke von zehn Zentimetern einen U-Wert von 0,35 W(m²K). Daher sind die reinen Dämmeigenschaften nahezu identisch.

Wie kann man den U-Wert verbessern? ›

Eine nachträglich angebrachte Wärmedämmung senkt den U-Wert eines Bauteils. Beispiel: Eine ungedämmte Wand mit dem Ausgangswert von 1,8 W/m²K kann durch eine Dämmung auf einen guten U-Wert von 0,18 kommen.

Wie erreiche ich einen U-Wert von 0 14? ›

Um den KfW-förderungsfähigen U-Wert von 0,14 W/m2K zu erzielen, reichen zum Beispiel 140 mm BauderPIR, würden aber 280 mm Mineralfaser WLS 035 mit dem fast sechsfachen oder Holzfaser der WLS 042 mit dem achtfachen Gewicht benötigt.

Welche Fenster haben die beste Wärmedämmung? ›

An Türen und Fenstern entweicht nämlich besonders viel Wärme. Man sollte sich daher für Modelle entscheiden, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Fenster mit Dreifachverglasung weisen den besten Wärmeschutz auf als zweifach verglaste.

Was spricht gegen Dreifachverglasung? ›

Gibt es Nachteile der Dreifachverglasung?
  • Höhere Kosten. Dreifach verglaste Fenster sind im Schnitt um 15 bis 20 Prozent teurer als identisch ausgeführte zweifach verglaste Fenster. ...
  • Mögliche Schimmelpilze. ...
  • Hoher Wärmeschutz sorgt für höhere Heizkosten. ...
  • Stimmiges Sanierungskonzept wird benötigt.
Mar 24, 2021

Welchen U-Wert haben 2-fach verglaste Fenster? ›

Beim Ug-Wert spielen die Gasfüllung im Zwischenraum der Scheiben, die Anzahl der Scheiben sowie der Abstand der Scheiben eine Rolle. U-Werte für Verglasungen sind daher: 2-fach Verglasung 1,1 W/(m²K)

Welchen U-Wert haben alte 2-fach verglaste Fenster? ›

Typische U-Werte für Isolierglasscheiben sind: 2-fach Isolierglas 24 mm mit Argon Füllung: 1,1 W/m²K. 3-fach Isolierglas 36 mm mit Argon Füllung: 0,7 W/m²K. 3-fach Isolierglas 44 mm mit Argon Füllung: 0,6 W/m²K.

Was bringt 2 cm Styropor Dämmung? ›

Gerade für Räume, die nur sporadisch genutzt und beheizt werden, bietet die Innendämmung mit UdiIN 2CM® entscheidende energetische Vorteile. Die von innen gedämmten Räume können sehr schnell aufgeheizt werden, da die massiven Außenwände nicht mit erwärmt werden müssen.

Was bringt 16 cm Dämmung? ›

Eine 16 Zentimeter dicke Dämmung auf der gleichen Wand reduziert den U-Wert auf 0,19 W/m²K. Es gehen 89% weniger Energie durch die Wand verloren. Zur Berechnung der durch die Dämmung eingesparten Energie ist die Differenz zwischen dem alten und dem neuen U-Wert entscheidend, die in unserem Beispiel 1,61 W/m²K beträgt.

Wie stark muss ich dämmen? ›

Dach und Keller zählen oft zu Waisenkindern des Wärmeschutzes. Am Dämmstoff sollte im Dachbereich nicht gespart werden. Stärken von 16 bis 25 Zentimeter gelten als ideal. Bei Kellern bietet sich als einfachste Möglichkeit eine mindestens sechs Zentimeter starke Dämmung der Kellerdecke an.

Was bringt 8 cm Dämmung? ›

Durch die 8 cm dicke Dämmung wird die Wandtemperatur immerhin um mehr als 3 K auf 18,8° C erhöht. Die Schimmelpilzgefahr ist deutlich reduziert und auch die Behaglichkeit wird spürbar besser. Darüber hinaus ist das Mauerwerk nie kälter als 15° C.

Was bringt 5 cm Styropor? ›

Die Effizienzschwelle von Polystyrol liegt bei 5-10 cm; darüber steigt die Dämmwirkung nur unwesentlich. (Auch wenn die Hersteller die Verwendung möglichst starker Dämmplatten propagiert.) Polystyrol hat nur eine geringe Wärme-Speicherfähigkeit. Sie können die Fassade lediglich dämmen.

Was bringt 6cm Dämmung? ›

Die ersten 6-8 cm Dämmung erzielen die größte Dämmwirkung. Eine über 8 cm dicke Dämmschicht bringt nur unwesentlich mehr Energieeinsparung, schränkt jedoch den Raum sehr deutlich ein und erhöht überdies das Risiko für Wärmebrücken und Feuchtigkeit in der Wand.

Welcher U-Wert Altbau? ›

Zum Vergleich: In vielen unsanierten Altbauten liegt der mittlere U-Wert der Außenwände bei 1,5 bis 2 W/(m² K). Mit einer guten Wärmedämmung erreichen Sie problemlos Werte unter 0,2 W/(m² K) – mehr sollten Sie bei Ihren Wänden nicht mehr „durchgehen“ lassen!

Welchen U-Wert hat eine Ziegelwand? ›

Typische U-Werte:
BauteilDickeU-Wert (W/m²K)
Betonwand25 cm3,3
Mauerziegel24 cmca. 1,5
36,5 cmca. 0,8
17,5 cm Mauerziegel mit PUR-WDVS30 cmca. 0,32
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Welchen U-Wert hat mein Mauerwerk? ›

Ziegelmauerwerk - U-Wert: W/m2K
Wandbaustoffkg/m3Dicke des Wandbaustoffes in mm
Leichthochlochziegel W7000,83
8000,91
8000,99
10001,07
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Warum Altbau nicht dämmen? ›

Eine schlecht gedämmte Gebäudehülle, alte Fenster oder ein ungedämmtes Dach treiben die Heizkosten in die Höhe. Allein über ein schlecht gedämmtes Steildach geht bis zu 40% der Heizenergie verloren. Mit einem gut gedämmten Eigenheim können Sie Ihre Heizkosten deutlich senken.

Was dämmt besser als Styropor? ›

Styrodur ist also extrudiertes Polystyrol bzw. XPS. Styrodur nimmt kein Wasser auf und dämmt besser als Styropor.

Kann man zu viel dämmen? ›

Zu viel Dämmung führt zu Schimmelbildung

Schimmel in Innenräumen entsteht in aller Regel dort, wo Luftfeuchtigkeit an kalten Flächen kondensiert, sich also Feuchtigkeit niederschlägt. Eine korrekt ausgeführte Dämmung verhindert genau dies, da sie Wände, Decken und Böden vor Kälte schützt.

Wann ist ein Haus gut gedämmt? ›

Je besser die Wärmedämmung, desto niedriger der U-Wert. Für Fassaden liegt der laut EnEV 2013 geforderte U-Wert bei 0,24 W/(m²K). Bei vielen unsanierten Gebäuden beträgt der U-Wert der Außenwand 1,5 bis 2 W/(m²K). Eine gute Wärmedämmung der Fassade erreicht heute problemlos einen U-Wert von unter 0,2 W/(m²K).

Welche Dämmung bringt am meisten? ›

Welche Dämmmaßnahmen gibt es? Besonders rentabel ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Wird das Dachgeschoss allerdings als Wohnraum genutzt, sollten Sie besser das Dach dämmen. Auch ein Wärmeschutz an Kellerdecke oder Kelleraußenwänden verringert den Energieverlust.

Was ist das beste Dämmmaterial? ›

Kalziumsilikat - der Star unter den Dämmstoffen

Als herausragender Dämmstoff kann Kalziumsilikat bezeichnet werden. Die starren Platten machen keine Dampfsperre erforderlich und besitzen gute baubiologische Eigenschaften. Eine Schimmelbildung wird durch den hohen pH-Wert unterbunden.

Wie viel Heizkosten durch Dämmung sparen? ›

Wenn Sie Ihre Heizung modernisieren, können Sie bis zu 30 Prozent an Energie einsparen. Die Einsparungen mit einer Wärmedämmung liegen bei rund 39 Prozent. Immer im Vergleich zu einer Immobilie mit veralteter Heiztechnik und nicht gedämmter Gebäudehülle.

Wie erfahre ich wie mein Haus gedämmt ist? ›

Ein sehr modernes und einfaches Mittel ist eine Wärmebildkamera. Sie zeigt Ihnen genau in welchem Bereich Ihres Haus die Schwachstellen sind. Tauschen Sie aber nur die undichten alten Fenster gegen zweifach- oder dreifachverglaste Fenster, reicht das nicht aus.

Was kostet 100 qm Fassadendämmung? ›

Fassadendämmung – so viel kostet die Fassadendämmung pro Quadratmeter
Art der FassadendämmungKosten pro Quadratmeter
Kerndämmung mit Dämmmatten60 bis 120 Euro
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)100 bis 200 Euro
Vorgehängte, hinterlüftete Fassade (VHF)175 bis 400 Euro
Wärmedämmziegel180 bis 300 Euro
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Was bringt 5cm Dämmung? ›

Die Stärke einer einmal angebrachten Dämmung lässt sich nachträglich normalerweise nicht mehr verändern. Die heute üblichen Dämmstoffstärken von 5 bis 6 cm im Außenwandbereich und 10 bis 15 cm im Dachbereich sind sowohl energetisch als auch aus finanzieller Sicht nicht optimal.

Welche Dämmung bei 36 Wand? ›

So hat zum Beispiel ein 36 Zentimeter starkes Mauerwerk einen U-Wert von ca. 1,60 W/m² K. Der heute geforderte Wert für Außenwände liegt jedoch bei 0,24 W/m² K. Um diesen zu erreichen, ist daher eine zusätzliche Dämmung von zwölf Zentimetern Stärke erforderlich.

Welche Dämmung bei 160 Sparren? ›

Bei der von Ihnen vorgeschlagenen Verwendung von 160 mm starken Sparren müssen Sie eine Dämmung mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/mK einbauen. Es gibt Mineralwolle, die diesen Wert erfüllen.

Was spricht gegen Kunststofffenster? ›

Neben vielen Vorteilen der Kunststofffenster lassen sich allerdings auch einige wenige Nachteile gegenüber den anderen Materialien Holz und oder Aluminium aufzählen: Ist das Fensterprofil aus Kunststoff einmal durch Kratzer oder Brandflecken beschädigt, kann es kaum ausgebessert werden und muss im Extremfall komplett ...

Was kann man gegen kalte Fenster machen? ›

Einfach verglaste Fenster lassen sich leicht nachträglich isolieren: mit Isolierfolie, auch Luftkissenfolie genannt. Die Kälteschutz- und Wärmeschutzfolie reflektiert die Sonnenstrahlen im Sommer vom Fenster nach außen zurück und wehrt so die Wärmeenergie ab.

Was tun bei alten Fenstern? ›

Grundsätzlich gilt: Sind die Fenster stark veraltet, ist der Austausch gegen moderne Elemente meist die beste Option. Denn neben dem verbesserten Wärmeschutz bringen die neuen Fenster zahlreiche Zusatznutzen mit sich.

Warum keine 3 fach Verglasung im Altbau? ›

Beispielsweise macht bei Sanierungsmaßnahmen im Altbau eine 3-fach Verglasung oft nur Sinn, wenn auch die Wände mit einer adäquaten Wärmeisolierung ausgestattet werden, da das Fenster sonst keinen energetischen Vorteil liefert und sogar kontraproduktiv sein kann.

Wann fenstertausch sinnvoll? ›

Fenster sind älter als 20 Jahre

Dennoch gilt die Regel, dass Fenster, die älter sind als 20 Jahre, ausgetauscht werden sollten. Aufgrund ihrer veralteten Bauweise entweicht zu viel Energie ungenutzt nach außen.

Was ist besser 2 fach oder 3 fach Verglasung? ›

Aus der rein technischen Sichtweise ist die Dreifachverglasung die bessere Variante. So können Sie eine 2fach Verglasung mit einem Ug-Wert von 1,1, eine 3fach Verglasung dagegen mit einem Ug-Wert bis zu 0,5 W/m²K erhalten. Abhängig ist der konkrete U-Wert der einzelnen Verglasungsvarianten von den verwendeten Systemen.

Ist Dreifachverglasung sinnvoll? ›

Dreifach verglaste Fenster bieten einen besseren Wärmeschutz

Ist der Aufbau sonst gleich, schneiden Fenster mit Dreifachverglasung hier etwas besser ab. Sie erreichen niedrigere U-Werte und sorgen somit für geringere Heizkosten.

Wie viel Energie kosten kann man durch neue Fenster sparen? ›

Neue Kunststofffenster haben einen Uw-Wert von ca. 0,73 W/m²K. Bei einer Fensterfläche von 20 m² werden bei diesen Werten durch einen Fenstertausch rund 700 Liter Heizöl pro Jahr eingespart. Ausgehend von einem Heizölpreis von € 0,80 sinken die jährlichen Heizkosten dadurch um bis zu € 560.

Was sind die besten Fenster? ›

Kunststofffenster gelten als Preis- Leistungssieger im Fenster Vergleich. Sie sind preiswert, haben einen guten U-Wert und sind sehr pflegeleicht. Nur in Sachen Reparaturen und Recycling stehen sich Kunststofffenster schlechter als ein Holzfenster dar und ein Alufenster ist generell stabiler.

Wie viel Energie spart Dreifachverglasung? ›

Mit einem dreifach verglasten Fenster lassen sich im Vergleich zur Zweifachverglasung mehrere Hundert Euro im Jahr an Energiekosten einsparen.

Was kostet ein großes Fenster mit Einbau? ›

Übliche Preise für den Einbau neuer Fenster

Wenn Sie neue Fenster kaufen und einbauen lassen wollen, können Sie davon ausgehen, dass pro Standard-Fenster etwa 750 Euro fällig werden, von denen 120 Euro Einbaukosten sind.

Wie viel kostet eine Dreifachverglasung? ›

Richtwerte für die Kosten neuer Fenster

So müssen Eigentümer für neue Kunststofffenster mit Dreifachverglasung rund 275 bis 350 Euro pro Quadratmeter einplanen. Entscheiden sie sich dagegen für Holzfenster, schlagen diese mit 350 bis 400 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

Wie setzt sich U-Wert zusammen? ›

Wenn ein flaches Bauteil aus einem einzigen Material besteht, kann sein U-Wert berechnet werden, indem man die Wärmeleitfähigkeit λ durch die Dicke dividiert.

Was ist der Unterschied zwischen U-Wert und k wert? ›

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m² eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied der angrenzenden Raum- und Außenluft von 1 K hindurchgeht. Je kleiner der U-Wert, desto größer also die Wärmedämmung. Die Maßeinheit ist W/m²K.

Wie setzt sich der U-Wert zusammen? ›

Zum Beispiel berechnet man den U-Wert einer 40 Zentimeter starken Mauerwerkswand aus Vollziegeln, deren U-Wert 1,2 W / (m²K) beträgt in Kombination mit einer 20 Zentimeter starken Dämmung mit einem U-Wert von 0,15 W / (m²K) wie folgt: 1 / (1/1,2 + 1/0,15) W / (m²K) = 0,133 W / (m²K).

Welche U Werte gibt es? ›

Typische U-Werte:
BauteilDickeU-Wert (W/m²K)
Außenwand aus Planziegeln50 cm0,17–0,23
Außenwand aus Massivholz20,5 cm0,5
Außenwand aus Porenbeton36,5 cm0,183–0,230
40 cm0,163–0,210
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Welcher U-Wert ist gut Wand? ›

Was sind “gute U-Werte”? Für die Außenwände eines Passivhauses wird ein U-Wert von unter 0,15 W/(m²·K) angestrebt. Das liegt weit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Standard.

Welcher U-Wert Bodenplatte? ›

Die EnEV 2014 schreibt einen U-Wert der Bodenplatte im Neubau von < 0,35 W/(m²K) vor. Im Altbau liegt der Wert für die Bodenplatte bei < 0,30 W/(m²K).

Welchen Dämmwert hat mein Haus? ›

Vergleich U-Wert Standardhaus - Passivhaus
Max. U-Wert StandardhausMax. U-Wert Passivhaus
Fenster1.300.80
Außentür1.800.80
Dach0.200.10
Oberste Geschossdecke (bei unbeheiztem Dachgeschoss)0.200.12
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Welchen U-Wert haben 2 fach verglaste Fenster? ›

Beim Ug-Wert spielen die Gasfüllung im Zwischenraum der Scheiben, die Anzahl der Scheiben sowie der Abstand der Scheiben eine Rolle. U-Werte für Verglasungen sind daher: 2-fach Verglasung 1,1 W/(m²K)

Was bedeutet UG 0 6? ›

Ug-Wert = Dieser Wert bezieht sich auf den Wärmedurchgangskoeffizient des Glases der Fenster und Türen. Aktuell sind Fenster mit einer 3-fach Verglasung in Österreich meist schon Standard. Die Ug-Werte von Dreifachgläsern sind Ug 0,7, 0,6 oder 0,5 W/m²K.

Ist ein hoher oder niedriger U-Wert besser? ›

Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient. Je kleiner der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Welcher U-Wert darf eine Außenwand? ›

Für Außenwände und Steildächer liegt der maximal erlaubte U-Wert nach der aktuellen EnEV zum Beispiel bei 0,24 W/(m²K). Der Uw-Wert eines neu eingebauten Fensters darf nur noch maximal 1,30 W/(m²K) betragen. Allgemein gilt: Je niedriger der U-Wert, umso besser ist der Wärmeschutz, den das Bauteil bietet.

Welcher U-Wert für Wärmepumpe? ›

Um die abzugebende Wärme (Q) der Heizungsanlage berechnen zu können, muss man zuerst einmal wissen, welche Wohnfläche das zu beheizende Haus hat.
...
Formel.
GebäudeU-Wert (W/(m²K)
Gebäude mit Außenhülle nach EnEV 20091,09
Gebäude mit Außenhülle nach EnEV 20021,29
Gebäude mit Außenhülle nach WSchV 19951,91
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Sep 6, 2022

Videos

1. Was ist der U-Wert?
(Sorpetaler Fensterbau)
2. Berechnung des mittleren U-Werts
(Zimmerer und Zimmerinnen können das!)
3. U-Wert-Messung im Altbau mit dem testo 635 | Be sure. Testo
(Testo)
4. U-Wert - Darum will der Staat dass du dämmst
(TheWoodPunk)
5. Dicke Wände II - Wärmespeicherung / Solare Wärmegewinne / U-Wert (Claus Meier und Konrad Fischer)
(ENERGIESPARKOMMISSAR)
6. U-Wert verstehen und ausrechnen
(ms.ausbauinfo)
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Author: Ray Christiansen

Last Updated: 02/15/2023

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